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Geschichte
 
Meierhofstr. 1, 85095 Denkendorf, Flurnummer 29

Auskünfte erteilten u. a. das Staatsarchiv in Nürnberg, sowie das Diözesanarchiv in Eichstätt
 
Vorgeschichte, kirchliche Entwicklung:
 
  • Es steht fest, dass Denkendorf mindestens von den 30er Jahren des 17. Jahrhunderts bis zum beginnenden 18 Jahrhundert keinen eigenen Pfarrer und faktisch von den Nachbarpfarreien mitversehen wurde. Das bedeutet, dass das Pfarrhaus zeitweise leer stand oder anderweitig genutzt wurde.
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  • z.B. Franz X. Buchner (Bistum Eichstätt) schrieb im Band 1, Eichstätt 193 S. 158 "1614 Pfarrhaus an drei Parteien vermietet"
    - Pfarrer von Gelbelsee
    - Herr von Biberbach
    - Domvikar Jan
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  • Aus einem undatierten Schreiben der Gemeinde Denkendorf an den geistlichen Rat (Eingang am 17. April 1676 geht folgendes hervor:
    • Wörtlich: "... das der Pfarrhof zue Denckhendorff ganz pauvöllig und sonderbahr des fordere thail das täglinge einfallen trohet".
    • Mit heutigen Worten: "besonders der fordere Teil des Pfarrhofes drohe täglich einzufallen".
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  • 1676 Die Gemeinde Denkendorf verspricht lt. Kirchenbund Hand- und Spanndienste wenn der Pfarrhof instand gesetzt wird.
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  • 1687 wird ein Kostenvoranschlag (über 140 Gulden) gemacht, aber nichts wurde erbaut.
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  • 1703/04 wieder konnte aus einem undatierten Schreiben der Gemeinde Denkendorf/Zandt entnommen werden:
    • Wörtlich: "...ist ein Pfarrhoff alda zu Denckhendorff gestanden, dan erst vor 12 Jahren eingefallen, und darzuer ietz ein schöner Platz zue dem Pfarrhoff aufzupauern; darneben stehet auch noch wohlgepauterer Stattel..."
    • Mit heutigen Worten: "... es gibt einen schönen Platz an dem der vor 12 Jahren eingefallene Pfarrhof wieder aufgebaut werden könne, daneben steht auch noch ein wohlgebauter Pfarrhof-Stadel..."
    • Wörtlich: "... Item ist auch bay der Kürchen Kalg yberverblieben so man den halben Pfarrhoff wohl aufgepauert werden khan..."
    • Mit heutigen Worten: "... aužerdem ist bei der Kirche soviel Kalk übriggeblieben, dass wohl der halbe Pfarrhof aufgebaut werden kann..."
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  • Erst als die Pfarrei Denkendorf 1706 wieder mit einem Pfarrer besetzt wurde (Johann Geyer 1706 - 1717) wurde der Pfarrhof bezogen: Pfarrer Geyer legte 1708 ein Pfarrbuch an und vermerkte: "Anno 1707 ist der Pfarrhof völlig aufgebaut undt in dem Vorabend S. Michaelis gedachten Jahres zue bewohnen Anfang gemacht worden." (zitiert aus deinem Brief des Pfarrers Johann Michael Kornprobst vom 7. März 1809).
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  • Wie viel Altbestand des eingefallenen Pfarrhofes noch verwendet oder ganz abgerissen wurde kann nicht nachvollzogen werden.
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  • Desweiteren kann aus dem Visitationsbereicht von 1722 (Akt "m17") entnommen werden, dass sich der Mesner, der im "neuen Schulhaus" neben der Kirche wohnt, beklagt, dass das Pfarrhaus "so weit weg" wäre. Somit ist klar, dass sich das Pfarrhaus nicht unmittelbar neben der Kirche befand.
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  • Baugeschichte des Pfarrhofes zu Denkendorf:
    • 1678 Kostenvoranschlag zu Bau eines Pfarrhofes
    • 1703/04 Umfangreiche Baumažnahmen an der Kirche
    • 1707 Fertigstellung des Pfarrhofes Meierhorfstr. 1 damalige Hs.-Nr. 2, Verwendung von übrig gebliebenen Materialien der Kirche
    • 1782 Reparaturen am Pfarrhaus durch den Heilingfaktor
    • 1830 Pfarrhof mit Scheune und Backofen Hausnummer 2 (Fl.-Nr. 29)
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  • Im Besitz der Pfarrpfründungstiftung lt. Staatsarchiv seit undenklichen Zeiten
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  • 1835 im Besitz der Pfarrpfründestiftung verwaltet von Pfarrer Dionys Marggraf (1824 - 1836)
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  • ab 1900 Eintragung ins Grundbuch Band 27 Blatt 952
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  • 1946 bis 1956/57 Jorsefsheim, Nutzung als Nährschule und Kindergarten
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  • (1957/58 neuer Kindergarten im Hutteranwesen)
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  • 1955 bis 1968 Im Besitz der katholischen Kirchenstiftung
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  • 1968 Altenheim und Kindergarten geteilt
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  • 1968 Privatbesitz von Hat. Egger - Umbauantrag
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  • 1982 Privatbesitz von Hr. Walter Karl
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  • 1983 Privatbesitz von Hr. Osele Herrmann
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  • 1984 Privatbesitz von Fr. Landbäcker Ingrid
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  • August 1985 Errichtung eines Holzbalkons auf der Straženseite
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  • 1990 Privatbesitz von Hr. Ernhofer Johann (Erwerb durch Zwangsversteigerung)
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  • ab März 2002 Abbrucharbeiten, Planung zur Sanierung und Umbau in Gastwirtschaft, Büro- und Gewerbefläche und Errichtung von 2 Wohnungen